Wilhelm Jockel-Stiftung

Die Wilhelm-Jockel-Stiftung wurde 1985 in Gernsheim gegründet. Stiftungsgründer sind der am 14.04.1990 verstorbene Rechtsanwalt und Notar Wilhelm Jockel und seine am 13.08.1986 vorverstorbene Ehefrau Maria. Den Vorsitz der Stiftung führte seit dem Ableben des Stiftungsgründers bis zu seinem Tode im Juni 2016 Herr Rechtsanwalt a.D. und Notar a.D. Johannes Unger als Nachfolger. Aktuell führt Herr Rechtsanwalt und Notar Josef Unger den Vorsitz.

Die Kindheits- und Jugenderlebnisse, ohne Vater aufgewachsen zu sein und am eigenen Leibe erfahren zu haben, dass neben der Begabung auch die finanzielle Unterstützung eine unbedingte Voraussetzung dafür ist, um ein Gymnasium und eine Universität besuchen zu können, bewegten den Stiftungsgründer dazu, den Zweck der Stiftung der Förderung bedürftiger, vornehmlich elternloser, begabter Kinder und Jugendlicher aus dem Heimatbezirk zu widmen.

Nach dem Ableben von Herrn Jockel hatten der Vorstand und der Beirat der Stiftung die Satzung dahingehend neu gefasst, dass auch die allgemeine Förderung von Einrichtungen für Kinder und Jugendliche möglich war.

In dem Zeitraum von 1985 bis 2016 wurden insgesamt 108 Begabte im Rahmen ihres Studiums einzelgefördert. Dabei wurden Fördermittel in Höhe von 1.266.00,00 € vergeben. Auf einen Empfänger entfällt damit eine Gesamtförderung von ca. 12.000,00 €, die sich auf einen durchschnittlichen Förderungszeitraum von 7,5 Semester erstreckt. Daneben wurden bis heute etwa 20 Kindergärten im Heimatbezirk der Stiftungsgründer mit Geldern aus der Stiftung bei Neu- und Umbauten sowie bei der Ausstattung unterstützt. Aber auch Schulen aus dem Heimatbezirk wurden mit Stiftungsgeldern gefördert. Diese verwendeten die Fördergelder für Lehr- und Lernmittel sowie für Musikinstrumente. Die Sonderförderung von Kinder- und Jugendeinrichtungen beläuft sich für dem Zeitraum von 1992 bis 2016 auf einen Betrag in Höhe von insgesamt 1.020.00,00 €. Zusätzlich wurde während des Zeitraums von 2001 bis 2012 jährlich ein Förderpreis für die vier besten Abiturienten des Gymnasiums Gernsheim vergeben, der mit einem Betrag von insgesamt 6.000,00 € jährlich zu Buche schlug.